Meine Buchempfehlungen

Die Bücher von Alice Miller

Obwohl ich in meinem Buch“Das wahre Drama des begabten Kindes“ mich sehr kritisch mit meiner Mutter auseinandergesetzt habe, kann ich überzeugt einige Bücher meiner MUtter empfehlen. Sie hat mit ihren Ideen und Büchern bis heute an ihrer Aktualität nichts eingebüsst und ich selber habe als Therapeut davon eine Menge gelernt und auch für meine Arbeit übernommen.

Meine Mutter arbeitete Jahre lang als Psychoanalytikerin, dann wurde sie Schriftstellerin und bezeichnete sich als Kindheitsforscherin. Sie setzte sich immer, was damals und auch heute noch ungewöhnlich ist, konsequent, ja radikal für die Anliegen der Kinder ein.

Durch ihre Ideen wurde die Pädagogik und auch die Psychotherapie massgeblich beeinflusst und verändert. In meinem Buch beschreibe ich eine Alice Miller, die leider im Privaten nie ihre Ideen, die sie in ihren Büchern publizierte, umsetzen konnte. Trotzdem haben diese Ideen ein Eigenleben entwickelt und sich von der Person Alice Miller abgekoppelt. Hier die Buchtipps:

 

Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst
Eine Um- und Fortschreibung
- Suhrkamp 1996, suhrkamp taschenbuch 2653,175 Seiten

Zwischen dem ersten Erscheinen des Dramas des begabten Kindes(1979) und der Um- und Fortschreibungliegen fast zwei Jahrzehnte Erfahrungen – Erfahrungen der Autorin mit ihrer eigenen Selbsttherapie sowie mit anderen neueren Therapiemethoden und schließlich auch mit den Lebensgeschichten der zahlreichen Leserinnen und Leser, die ihr geschrieben haben. Ihre in diesem Zeitraum unternommenen Forschungen über Kindheiten führten sie zu weiteren Präzisierungen ihrer früheren Erkenntnisse, die sie hier mit Hilfe vieler Beispiele dokumentiert und illustriert. Alice Miller befaßt sich in diesem Buch mit den Folgen der Verdrängung im persönlichen und sozialen Bereich, mit den Ursachen kindlicher Verletzungen und deren Prophylaxe und schließlich mit den erst heute bestehenden neuen Möglichkeiten, die Folgen der frühen Traumatisierungen aufzulösen.

 

Am Anfang war Erziehung
- Suhrkamp (1. Aufl. 1980), gebunden und suhrkamp taschenbuch 951, letzte Aufl. 1998, 322 Seiten

In diesem Buch öffnet uns Alice Miller die Augen über die verheerenden Folgen der Erziehung – die ja angeblich nur das Beste für das Kind will. Sie tut dies zum einen durch eine Analyse der „Schwarzen Pädagogik“ und zum anderen durch die Darstellung der Kindheit einer Drogensüchtigen (Christiane F.), eines Diktators (Adolf Hitler) und eines Kindesmörders (Jürgen Bartsch). Ihr Buch verhilft uns zu einem nicht bloß intellektuellen und entsprechend folgenlosen Wissen, sondern auch zu einem emotionalen Wissen von der Tatsache, daß Psychosen, Drogensucht, Kriminalität ein verschlüsselter Ausdruck der frühesten Erfahrungen sind.

 

Die Revolte des Körpers
- Suhrkamp 2004, gebunden, ca. 206 Seiten

Das vierte Gebot, getragen von der herkömmlichen Moral, verlangt von uns, unsere Eltern zu ehren und zu lieben, auf daß wir – so die versteckte Drohung – lange leben. Dieses Gebot der Ehr-Furcht beansprucht universelle Gültigkeit. Wer es befolgen will, obwohl er von seinen Eltern einst mißachtet, mißhandelt, mißbraucht wurde, kann dies nur, wenn er seine wahren Emotionen verdrängt. Gegen diese Verleugnung und das Ignorieren von unbewältigten Kindheitstraumata revoltiert indes der Körper häufig mit schweren Erkrankungen. Wie diese entstehen, zeigt Alice Miller, die Autorin des Welterfolgs Das Drama des begabten Kindes, in ihrem neuen Werk.

In all ihren Büchern hat sich Alice Miller mit der Verleugnung des Leidens in der Kindheit auseinandergesetzt. In Die Revolte des Körpers schildert sie nun die Konsequenzen, die die Abspaltung starker und wahrer Emotionen für den Körper hat. Das Buch handelt
von dem Konflikt zwischen dem, was wir fühlen und was unser Körper registriert hat, und dem, was wir fühlen möchten, um den moralischen Normen zu entsprechen, die wir seit jeher verinnerlicht haben. Diese psychobiologische Gesetzmäßigkeit enthüllt Alice Miller im ersten Teil des Buches anhand der Lebensläufe zahlreicher Schriftsteller wie Schiller, Joyce, Proust oder Mishima. Die beiden folgenden Teile weisen Wege auf, die aus dem Teufelskreis des Selbstbetrugs hinausführen und auch eine Befreiung von Krankheitssymptomen, den Appellen des Körpers, ermöglichen können.

Bücher zum Artikel von Donald Trump

Kevin Dutton - Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann
-
Deutscher Taschenbuchverlag, München 2013

Michael D’Antonio - Die Wahrheit über Donald Trump
- Ullstein Verlag, Berlin 2016

Buch zu Traumaartikel

Judith Herman - Die Narben der Gewalt
Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden
- Junfermann Verlag, 2014 Paderborn

Buch zum Artikel „Die Landkarte psychischer Entwicklung“

Dagmar Neubronner - Der Neufeld-Ansatz für unsere Kinder

Eine Einführung
- Genius Verlag, 2015 Bremen